Japanisch Zwischenstand

Ich hab soeben meinen Anki-Vokabelkasten mit der JLPT N5 Vokabelliste abgeglichen, die ich hier gefunden habe.

Es waren doch einige Vokabeln, die noch gefehlt haben. Vorallem hab ich mich vor den Counter-Suffixen gedrückt.

Das Zählen lernen ist wohl das Langweiligste, was eine Sprache zu bieten hat. Und mit jeder neuen Sprache muss man das nochmal lernen …

Naja, in 2h hab ich die ~700 Vokabelliste durchgearbeitet und neue Wörter in meinen Vokabelkasten aufgenommen.

Der ist jetzt stattliche 1004 Wörter groß … Also rund 200 Wörter größer als vorher.

Zusätzlich werden bis zum Ende meines Lehrbuchs nochmal 120 dazukommen. Vermutlich hab ich mit der JLPT-Liste dem Buch schon einiges vorgegriffen, und es werden am Ende des Buchs <1400 sein.

Meine Schwächen sehe ich überwiegend in der Listening Comprehension.

Die Hauptprobleme sind, dass man einfach zu wenig Übung hat und ich von all meinen Verben auf keinen Fall alle Flexionen als Audio-Samples schonmal gehört habe … Das macht es schwierig gesprochenen Text zu verstehen, der vlt nur ein einziges mal vorgespielt wird.

Naja, man wird sehen … Ist ja noch etwas hin 🙂

 

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Meine Hilfsmittel

Ich hätte neulich ein Gespräch mit einem Arbeitskollegen.

Er meinte, dass es fast nicht möglich sei, ohne richtigen Lehrer eine Sprache zu lernen. Woher solle mann denn wissen, dass man das, was man lernt, richtig lernt? Und wie solle man das Gelernte anwenden, wenn einen Niemand korrigiert?

Ich bin davon überzeugt, dass man ohne richtigen Lehrer und ohne richtige Japanischstunden auch Japanisch lernen kann.

Man benötigt:
Anki Vokabelkasten mit Audio-Downloader und Google TTS Plugin.
Lehrbücher. Unbedingt mehr als eins … Ich hab „Lasst uns zusammen Japanisch lernen 1“, Tae Kims Complete Guide to Japanese Grammar und Praktische Grammatik der japanischen Sprache (Martine Ebi).
Wörterbücher wie WWWJDIC
Tandem-Sprach-Webseite (z.B. http://lang-8.com)
Animes 🙂

Anki Vokabelkasten
Es ist wichtig, sich ein eigenes Deck zu bauen. Ich hab die Erfahrung gemacht, mit vorgefertigten Decks nicht klarzukommen. Aber das ist meine persönliche Erfahrung und jemand anderes ist vlt anders.

Das Audio-Downloader lädt die gleichen Audio-Samples runter, die es auf WWWJDIC auch zum Anhören gibt. Die Samples sind – glaub ich – von last.fm.

Das Google TTS Plugin ermöglicht das aussprechen von Sätzen oder Wörtern, die über den Audio-Downloader nicht downloadbar sind, weil es sie nicht gibt.

So hat man für jedes Wort und für jeden Satz schonmal ein Audio mit dem man die Aussprache lernen kann.

Lehrbücher
Ich hab entschlossen das „Lasst und zusammen Japanisch lernen 1“ Buch durchzuarbeiten. Wie jedes Buch, ist auch dieses Buch nicht perfekt. Oft wird irgendwas verwendet oder eingeführt, ohne es zu erklären. Und oft sind die Erklärungen zu unscharf, zu oberflächlich, …

Es ist daher wichtig, mehr als ein Lehrbuch zu haben. Tae Kim’s Guide to Japanese Grammar ist wohl das beste englischsprachige Buch, das man kaufen kann. Ursprünglich als Blog angefangen, hat es die Guide ins Buch-Format auf Amazon geschafft. Hab ich mir natürlich gleich bestellt 🙂

Die Qualität und der Informationsgehalt ist wirklich unglaublich!

Ich lerne allerdings nicht mit dem Buch, weil es vom Stoff her zu weit geht. Ich brauche einen Richtungsweiser in Richtung JLPT N5 und das Buch differenziert da nicht.

Wenn irgendwas nach der Grammar Guide noch unverständlich ist, dann benötigt man das dritte Buch von Martine Ebi. Das Buch entsprang wohl einem Vorlesungsskript und sieht aus, als wäre es ein gedrucktes Latex-Dokument. Finde ich aber nicht störend 🙂

Tandem-Sprach Webseite
Perfekt, um seine Übungsaufgaben aus dem Lehrbuch zu erledigen und diese dann von richtigen Japanern korrigieren zu lassen 🙂

So kann man japanisch üben und wird von Japanern korrigiert, bevor man sich etwas grundfalsches angewöhnt … Sehr zu empfehlen!

Animes
Mit Animes kann man gut sein Gehör trainieren. Man fängt an mehr und mehr rauszuhören und man versteht mit der Zeit Silbe für Silbe des gesprochenen und könnte sogar Sätze mitschreiben, um diese zu übersetzen.

Für die „Listening Comprehension“, wie sie vom JLPT gefordert wird, ist das sehr wichtig 🙂 Sonst kommt man mit gesprochenem Japanisch fast nirgends in Kontakt.

Fazit
Damit fahre ich momentan recht gut. Ich denke, dass ich jetzt schon den N5 ablegen könnte und ihn wahrscheinlich bestehen würde. Allerdings sind es noch ein paar Monate und ich hätte mich wohl wirklich zum N4 anmelden können …

 

JLPT N5 Mock-Test

Ich hab mal in den Mock-Test geschaut und bin geschockt … Alles Hiragana …

Die Japaner trauen den N5-Prüflingen wohl nicht zu, dass sie Kanji können …

Das macht es aber viel schwieriger …

„近くは くすりやと にくやも あります。ゆうびんきょくと びよういんも あります。“

vgl:
„近くは薬屋と肉屋もあります。郵便局と病院もあります。“

Wäre sicher vom Prüfling nicht zu viel verlangt, wenn er Kanji (mit Furigana) im Prüfungstext hätte und nicht nur Hiragana.

Wie ich es letztens erst festgestellt hab: Sie meinen es gut und machen es dadurch noch schwieriger …

 

JLPT N5 Anmeldung

Die Anmeldung ist ausgefüllt und muss nur noch weggeschickt werden.

Im Anmeldeformular musste man angeben, wie und mit wem man mit Japanisch in Kontakt kommt, wo man japanisch lernt usw usf …

Irgendwie witzig, wenn man autodidaktisch aus 3 Büchern, einem Forum, einer Sprach-Tandem-Plattform und einem Vokabelkasten-Programm mit Google TTS und last.fm-Audio Samples lernt 🙂

Das kann man in dieses Formular natürlich nicht eintragen, was dazu führt, dass man quasi überall „none of the above“ ankreuzelt …

– With a teacher
[ ] talking in Japanese with the teacher
[ ] listening to what the teacher says in Japanese
[ ] reading what the teacher wrote in Japanese
[ ] writing in Japanese to the teacher
[X] none of the above

– With friends

[X] none of the above

– With family

[X] none of the above

– With a supervisor

[X] none of the above

– With colleagues

[X] none of the above

– With customers

[X] none of the above

Auf die Frage, wie man mit Japanisch in Kontakt kommt:

[ ] TV news program and documentaries
[ ] drama (excluding animation)
[X] animation
[ ] newspapers and magazines (excluding manga)
[ ] books (excluding textbooks)
[X] manga
[ ] articles on websites
[ ] other

Es sieht wirklich so aus, als wäre ich ein 100%-Manga und Anime Verrückter, würde nur das Japanisch davon lernen und würde mir einbilden, dass es für den JLPT N5 reicht 😀

Ob es leute gibt, bei denen es wirklich so ist?^^

 

 

 

 

 

Japanisch Zwischenstand und Probleme

Ich merke, wie mein Gedächtnis besser wird. Ich kann mir mehr Details länger merken als noch vor 5 Monaten. Das ist echt erstaunlich 🙂

Wer sein Gedächtnis auf trab halten möchte, dem kann man nur empfehlen, eine Fremdsprache zu lernen …

Ich lerne immer noch brav mit Anki jeden Tag 15-30 Minuten … Mein Vokabular sind momentan um die 750 Wörter, die 25% der Alltagskanjis enthalten.

Die letzte Woche hab ich nur wiederholt. Ich hatte das Gefühl gesättigt zu sein und ich hatte Probleme mit ein paar Wörtern, die ich nicht mehr unterscheiden konnte. Zum einen gab es da die transitiven und intransitiven Vokabeln 閉める, 閉まる, 開く und 開ける. Zum anderen hab ich größere Probleme mir Wörter zu merken, die nur aus Hiragana bestehen. Innerhalb eines „Lernzyklus“ hab ich die beiden Wörter がんばるund ほっとする gelernt und konnte die dann ewig nicht mehr auseinanderhalten.

Was zunehmen schwerer wird, ist das Auseinanderhalten Wörter ähnlicher Wort-Gruppen … Wochentage, Jahreszeiten, Himmelsrichtungen, Morgens/Mittags/Abends, Gestern/Heute/Morgen, usw …

Ich hab angefangen, die Wörter in einem Dokument zu gruppieren, um eine Übersicht zu haben. Wenn man die Wörter nur in Anki hat, ist es schwer, Wörter ähnlicher Thematik direkt miteinander zu vergleichen.

Ich denke, ich konnte die Woche gut nutzen, um mit dem Wörterchaos aufzuräumen …

Bei meinen „Aufräumarbeiten“ hab ich auch gleich nochmal die Flexionsformen der Verben wiederholt. Die Negativ- und Vergangenheitsformen usw …

Ich denke, dass die Basis recht robust ist und ich gut darauf aufbauen kann 🙂

 

Ouya-Hype

Gestern in den R*TL2-Nachrichten gesehen … Ouya wurde angekündigt. Als Konkurrenz zu PS3, XBOX360, …

So ein Unsinn … Die Ouya wird niemals eine Konkurrenz sein, denn das Wort Konkurrenz impliziert, dass sie auf die gleiche Zielgruppe (die der PS3, …) ausgerichtet ist. Die Jugendlichen, die viel Geld für hochwertige Spiele ausgeben.

Jedoch wird es keine hochwertigen Spiele geben, weil:

– Zum einen kann es ein ARM9 Quadcore nicht mit richtigen Konsolen aufnehmen
– Zum anderen wird es keinen Kopierschutz der Spiele geben, was dazu führen wird, dass kein Hersteller von Konsolenspielen Geld in die Hand nimmt um richtig gute Titel zu produzieren.

Falls jemand auf die Idee kommt, DRM-freie Konsolenspiele mit DRM-freien EBooks zu vergleichen, kann ich gleich dazu sagen, dass die Produktion eines guten Konsolenspiels Millionen kostet und daher ein ganz anderes Kaliber ist.

Ich seh die Zukunft von Ouya bei den Opensource-Bastlern und im Einsatz als XBMC-Media Center und/oder als Emulator für uralt-Spielekonsolen und Heimcomputer wie SNES und C64.

Wenn es einen MythTV-Port für Ouya geben würde, würde ich mir auch eine besorgen …

 

Zuviel Hiragana …

Ich versteh langsam, wieso es Kanji gibt …

Momentan lerne ich Lektion 8 in meinem Lehrbuch „Lasst und zusammen Japanisch lernen“ und ich stelle immer wieder fest, dass Hiragana bei Wörtern verwendet wird, die man in dieser Lektion eigentlich schon kennen sollte.

Beispielsatz:

かのじょは何もいいませんでした。

Ich hatte erstmal „この“ gelesen und war verwirrt, was じょ sein soll, bis mir auffiel, dass es ja かのじょ oder eben 彼女 heißt.

Dann kam das いい, woran ich erstmal an „gut“ dachte, wobei dann aber der Rest keinen Sinn machen konnte, weil いい offensichtlich ein Verb sein musste. Ich hab Gegoogelt und Google meinte: Meinten Sie 言いませんでした. Dann war die Sache natürlich klar …

Manchmal denke ich mir, solche Bücher gehen davon aus, dass man die Vokabeln und Kanji nicht richtig lernt … Sie wollen es gut machen und machen es eigentlich schlimmer, weil man es kaum noch versteht 😦