Japanisch – Was lerne ich?

Lernst du Kanjis?

Ja, aber nur innerhalb Wörter. Ich suche mir bei WWWJDIC die Kanji-Bedeutungen raus, wenn ich in Anki eine Vokabl eintrage. Es ist sehr hilfreich, sich an die Bedeutung eines Wortes zu erinnern, wenn man die Kanjis kennt. Kanji ohne Wörter zu lernen ist unmöglich (meiner Erfahrung nach).

Lernst du Kanji zu schreiben?

Nein, das macht imho keinen Sinn. Das Aufwand/Nutzenverhältnis ist zu schlecht. Es kostet eine Menge Zeit, man kann es kaum wiederholen und eigentlich schreibe ich alles mit dem PC. Das reicht völlig. Wenn ich Kanji geschrieben habe, kann ich sie mir trotzdem nicht besser merken.

Lernst du Kanji-Lesungen?

Nein, das bringt meiner Meinung nach auch nichts. Japanologie-Studenten sollten das wohl machen, ich lerne Lesungen nur indirekt, wenn ich feststelle, dass ein Kanji in vielen Wörtern gleich gelesen wird. Aber 3 chinesische und 5 japanische Lesungen zu lernen ist Zeitverschwendung.

Lernst du Wortschatz in Hiragana?

Nein, ich lerne Compounds ohne Furigana. Außer Wörter, die mit „uk“ (usually kana) markiert sind, lerne ich in Hiragana. Katakana Wörter in Katakana.

Was lernst du alles?

– Compounds lesen, was sie bedeuten und wie man sie ausspricht (Japanisch passiv)
– Deutsch nach Japanisch übersetzen (Japanisch aktiv)
– Japanische Wörter von Anki vorlesen lassen und sie übersetzen (Listening Comprehension)

 

 

Japanisch lernen – 2,5 Monate Bericht

Seit 10 Wochen lerne ich japanische Vokabeln und habe mittlerweile ein Wortschatz von fast 450 Wörtern. Das sind ungefähr 45 Wörter, die ich pro Woche gelernt habe. Etwas weniger als vorgenommen, aber damit überanstrengt man sich nicht 😉

Ich verwende Anki als Vokabelkasten, den ich wirklich sehr gut finde. Damit versuche ich 10 neue Wörter pro Tag + Wiederholungen der zuvor gelernten Wörter zu lernen. Pro Tag benötigt man um die 15 Minuten. Dazu kommt dann noch das Eintragen der Wörter + nachschlagen der Kanjis.

Anki ist wirklich sehr hilfreich und ist imho das Übertool überhaupt. Ich hab die Plugins „Japanese Support“, „Audio Download“ und „Google TTS“ installiert. Ersteres zeigt überhalb Kanji Symbole die Furigana an, zweiteres lädt das Audio zu japanischen Wörtern herunter, das auch WWWJDIC verwendet und mit letzterem kann man ganze Sätze aussprechen lassen. Das TTS ist qualitativ nicht so toll, aber es ist okay und besser als nichts.

Erstaunlicherweise bin ich dankbar, dass es Kanji-Symbole gibt. Mir fällt es teilweise sehr schwer, mir Wörter zu merken, die nur in Hiragana geschrieben sind.

Der Wortschatz reicht bei weitem noch nicht, um normale Texte lesen zu können. Grammatik fehlt noch sehr viel.

Grammatik lerne ich mit Hilfe des Buchs „Lasst uns zusammen Japanisch lernen 1“, was ganz okay ist. Es macht z.B. nicht den Fehler, die te-Form von der masu-Form herzuleiten, was nämlich nicht eindeutig ist und alles nur schwieriger macht. Es lehrt zuerst die Grundform der Vokabeln.

Ich hab mir auch das Buch „Praktische Grammatik der japanischen Sprache“ von Martina Ebi gekauft. Das Buch ist sehr ausführlich und ist als Nachschlagewerk sehr gut geeignet, wenn das andere Buch grammatikalische Erklärungen komplett verschluckt oder sie zu difus sind.

Mein Ziel mit meiner Lernerei nebenbei ist im Dez den JLPT5 abzulegen. Ich hab schon in einen Mock-Test reingeschaut und reingehört und fand ihn schwierig.

Aber bis dahin hab ich noch fast 6 Monate zeit … In meinem aktuellen Tempo bin ich voraussichtlich in 2 Monaten mit meinem ersten Buch fertig und habe einen Wortschatz von ~800 Wörtern, was für den JLPT5 schon ausreichend wäre.

Die Frage ist, ob ich mich gleich für den JLPT N4 anmelden sollte und versuche, das zweite Buch bis dahin noch zu schaffen …

Vermutlich werde ich aber den JLPT N5 machen, mich über ein gutes Ergebnis freuen (hoffentlich) und frisch motiviert den N4 im Frühjahr nächstes Jahr ablegen.

Redshirts NICHT in Deutschland als eBook bis Nov 2012

John Scalzi’s Buch Redshirts ist nicht in Deutschland als eBook erhältlich. Ich meine garnicht in Deutsch, sondern auf Englisch. Selbst für die englische Version muss man bis 15. Novermber warten.

Mit verlaub, wie dumm kann ein Verlag sein und zahlungswillige Kunden so verprellen?

Und dann ist das Geschrei wieder groß, wenn soviel illegal getauscht und kopiert wird, weil Menschen nicht 6mon für etwas warten wollen, was sie sofort haben könnten … Dann heißt es wieder, das DRM-free Konzept würde nicht funktionieren, weil es ja keinen Kopierschutz hat und so von jedem kopiert werden kann – dabei wird natürlich ignoriert, dass DRM sowiso sehr einfach entfernt werden kann. Dann heißt es, dass man zukünftig solche Fehler nicht mehr machen darf und man packt alles wieder in DRM ein. Und der eigentliche Grund – ein Verlag hat den Vertrieb auf US und Canada beschränkt – wird unter den Tisch gekehrt …

Kennt jemand den Grund, wieso es das eBook nur in US oder Canada gibt?