Neue Hardware + Mythbuntu

Nachdem ich festgestellt habe, dass das MythTV-Frontend ~300MB RAM benötigt und mein 1GB nicht genug ist, um das System vom Swappen abzuhalten (nach dem Booten werden 1,1GB benötigt), hab ich das zum Anlass genommen, um meinen Rechner mal kräftig aufzurüsten.

Mein altes D945GCLF2-Board mit Intel Atom 330 (Dualcore-CPU) hat es nicht mal im Ansatz geschaft, HD zu dekodieren. Wenn ich HD-Material sehen wollte, musste ich meinen „großen“ bemühen, was umständlich und lästig war. HDTV ist für mich nicht relevant, da ich nur DVB-T verwende.

Auf jeden Fall sollte das neue Board HD-fähig sein. Nach etwas Gurgeln bin ich dann auf AMD Fusion E-450 gekommen, der meine Anforderungen erfüllen soll. Auch unter Linux 😉

Ein passendes Board wurde auch bald gefunden. Mich störte bei meinem alten Board, dass es nur 2 SATA-Ports und einen normalen IDE hatte. Für ein NAS schon viel zu wenig. Ich hatte dort noch eine zusätzliche PCI-SATA-Erweiterungskarte und ein SATA nach eSATA Slotblech, um extern per eSATA eine HD-Docking-Station anzuschließen. Wie man weiß, ist Raid1 kein Backup. Eine externe Festplatte, auf die nochmal gespiegelt wird und die frei von jeder elektrischen Verbindung in einer Schublade liegt, ist da sicherer.

Gekauft hab ich mir dann das „Asus E45M1-I Deluxe“ Board. Es hat 5 interne und einen externen SATA-Anschluss, verkraftet bis zu 8GB RAM, ist passiv gekühlt (also geräuschlos), Bluetooth, WLAN, HDMI, DVI, … eigentlich ziemlich alles. Und das alles in Mini-ITX Form-Faktor 🙂 Einziger Nachteil: Kein RS232 und kein IDE-Anschluss. Für ersteres hab ich mir einen Igor USB gekauft, den es für ~10EUR in der Bucht gibt, für letzteres eine PCI-express Einsteckkarte mit zusätzlichen 2 SATA und einem IDE Port.

Zwei Tage nach der Bestellung war alles da und wurde gleich zusammengebaut. Erstaunlicherweise ging im Grunde alles out-of-the-box. Hier ist Linux wirklich sehr gut …

Ich hab trotzdem dann noch eine Neuinstallation des Systems durchgeführt. Auf Mythbuntu 12.04 64Bit Version, um die Leistungsfähigkeit und die Stromsparfunktionen optimal nutzen zu können.

Nach der Installation stellte ich jedoch fest, dass Audio erstmal nicht ging. Unter Windows ist seit Win3.11 Audio kein Problem mehr, Linux hat das bis heute nicht gelernt. Außerdem fehlten die Klangeinstellungen, Energieoptionen, … Das lag aber an der Mythbuntu Installation mit dem minimalen Set an Programmen.

Irgendwann hab ich das „ubuntu-desktop“-Metapaket installiert und hoffte, dass jetzt der Rest auch da sein würde. Dennoch fehlten einige (wichtige) Systemeinstellungen und ich hätte ergoogeln müssen, was ich für welche Komponente nachinstallieren soll.

Nun, jetzt bin ich soweit, dass ich eine Ubuntu 12.04 Distribution runtergeladen habe und in diese dann MythTV installiere. Mal schauen, was das wieder für Probleme mit sich bringt …

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